Mit Elon Musk in ein neues Zeitalter?
Für viele ist Elon Musk ein schillernder Unternehmer – und der reichste Mensch der Welt. Der Historiker Quinn Slobodian sieht in ihm jedoch weit mehr: Musk stehe für ein neues Weltbild, das ein zutiefst beunruhigendes Verständnis von Demokratie und technologischer Freiheit mit sich bringe. Beim Namen Elon Musk denken viele an Tesla, die Plattform X, die Raketen von SpaceX oder an Neuralink, das Gehirn-Computer-Schnittstellen entwickelt. Für Quinn Slobodian greift diese Perspektive zu kurz. Er argumentiert: Bei Musk gehe es nicht nur um eine Einzelperson oder um erfolgreiche Unternehmen, sondern um ein ideologisches Projekt – ein Weltverständnis, das darauf abzielt, Gesellschaft gewissermassen neu zu programmieren, mit weitreichenden politischen Konsequenzen. Olivia Röllin spricht mit Quinn Slobodian, Autor von «Muskismus», darüber, wie Musk durch antizyklische Entscheidungen und erhebliche staatliche Unterstützung zum reichsten Mann der Welt werden konnte, der heute sogar über den Verlauf von Kriegen mitentscheiden kann – und welche Welt der selbsternannte «Technoking» entwirft, wenn er von einer Verschmelzung von Mensch und Künstlicher Intelligenz spricht.
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