Audimax: Helmut Berschin – „Jeder und jede ist seines oder ihres Glückes Schmied*in“
Dass Deutsch eine „Männersprache“ ist, war den hundert Millionen deutschen Muttersprachlern bis 1980 nicht bewusst. Damals entdeckte die neue Frauenbewegung die enorme Symbolkraft, welche in der grammatischen Kategorie Genus der deutschen Sprache steckte: Warum treten in ihr Männer im Maskulinum auf (Jeder Mann kennt das), Frauen im Femininum (Jede Frau kennt das), aber Männer und Frauen ebenfalls im Maskulinum (Jeder kennt das)? Die Linguistik bezeichnet die geschlechtsübergreifende Funktion der Maskulinform als „generisches“ (allgemeines) Maskulinum. Dieses generische Maskulinum, das die Frauen sprachlich „unsichtbar“ mache und deshalb diskriminiere, wurde zum Hauptmerkmal der Männersprache Deutsch erklärt und zum Feind einer geschlechtergerechten Sprache. (Wiederholung vom 30. November 2025)
Ein Deutsch ohne generisches Maskulinum, kurz: Genderdeutsch, sollte die Gleichstellung der Geschlechter sprachlich ausdrücken. Hatte diese Sprachbewegung Erfolg? Hierzu – nach über vierzig Jahren Sprachfeminismus und Genderismus – eine Bilanz aus linguistischer Sicht.
Ein Deutsch ohne generisches Maskulinum, kurz: Genderdeutsch, sollte die Gleichstellung der Geschlechter sprachlich ausdrücken. Hatte diese Sprachbewegung Erfolg? Hierzu – nach über vierzig Jahren Sprachfeminismus und Genderismus – eine Bilanz aus linguistischer Sicht.
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