Rainald Goetz - Literatur ist Pop
Manchmal muss Literatur wehtun: Am 25. Juni 1983 schneidet sich der Schriftsteller Rainald Götz vor laufenden Fernsehkameras mit einer Rasierklinge in die Stirn. Dann liest er seinen Wettbewerbstext für den Ingeborg-Bachmann-Preis, während das Blut aufs Manuskript tropft. Den Bachmannpreis nimmt der junge Provokateur aus München damit nicht nach Hause - aber die mediale Aufmerksamkeit ist ihm sicher. Nicht nur wegen der Rasierklinge. Sein Text "Subito" ist tatsächlich gute Literatur, provokant und aufregend. Über die nächsten Jahrzehnte bleibt Götz einer der spannendsten Schriftsteller in deutscher Sprache.
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