Fünf Vorurteile über ETFs und was an ihnen dran ist
Kritiker passiver Investitionen halten den ETF-Markt für überbewertet oder gar gefährlich. Was an den Vorurteilen über die passive Assetklasse dran ist und worauf Anleger achten sollten. Elon Musk und Cathie Wood sind sich einig: ETFs sind überbewertet und schaden dem Wachstum. Wachstum würde über aktive entstehen. Das machten die Starinvestorin und der Tesla-Chef erst kürzlich öffentlich auf dem Kurznachrichtendienst Twitter deutlich. Der Fondsexperte Detlef Glow vom Finanzanalysehaus Refinitiv Lipper ist im Podcast Handelsblatt Today der Meinung: „Im wesentlichen hat die Investorin recht." In ihrem Tweet wies Wood auf die schwächen der passiven Produkte und die Stärken beim aktiven Management hin. Sie schloss sich damit der Meinung vieler Kritikerinnen und Kritiker an, die vor einer Überhitzung des Marktes oder einer ETF-Blase warnen. Auch wird davor gewarnt, dass die passiven Indexfonds die Effizienz des Kapitalmarkts gefährden. Allerdings gibt der Fondsexperte zu bedenken: „In den letzten Jahren ist das oft schon passiert, dass Topinvestoren die passive Anlagestrategie in ETFs bemängeln, da sie beispielsweise Rallys und ähnliches im Index gar nicht mitnehmen können.“ Auch, dass der exzentrische Großunternehmer Elon Musk in dieser Sache zustimmt, hält Glow für keinen Zufall. Musk hat vor kurzem erst den Übernahmeplan Twitter für 44 Milliarden Dollar zu übernehmen, beim Management des Internetkonzerns durchsetzen können. Es wird vermutet, dass er sich mit einer solchen Aussage taktisch auf die Seite der Investoren stellen wollte. Bei vielen Privatanlegern und Einsteigern ist der ETF-Markt aufgrund der geringen Einstiegshürden und dem langfristig guten Verhältnis von Risiko und Rendite besonders beliebt. Von einer ETF-Blase kann in Europa dennoch nicht die Rede sein, erklärt der Fondsexperte weiter: „Die USA ist uns ungefähr fünf bis sieben Jahre voraus, was die Wachstumsraten angeht. Hier in Europa sind immerhin noch 80 Prozent der Assets aktiv angelegt und nur 9 Prozent als ETFs.“ *** Wie machen Sie Ihre Steuererklärung? Am kommenden Freitag sprechen wir bei Handelsblatt-Today über die wichtigsten Tricks, Tipps und Tools für die Einkommensteuererklärung. Stimmen Sie ab unter: https://app.sli.do/event/31KAHE8cRsCyT9BK6xrRFc *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 6 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen
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