GAG160: Barbareskenstaaten und die europäischen Seemächte
Wir springen zurück in die Frühe Neuzeit und beschäftigen uns diese Woche mit Piraterie, Kaperei und Sklavenhandel. Während die europäischen Seemächte den Seehandel, und insbesondere den transatlantischen Sklavenhandel, immer weiter ausbauten, wurden ihre Schiffe von den Barbaresken-Korsaren der nordafrikanischen Küste bedroht. Denn die kaperten die Schiffe und versklavten die Besatzung. Als Gegenmaßnahmen richteten die europäischen Seemächte zB. Versicherungen ein, sog. Sklavenkassen, oder schlossen tributgestützte Verträge. Die Bittbriefe der Gefangenen und die Berichte der Zurückgekehrten prägten in der Folge das negative Bild, das sich bei den europäischen Seemächten von den islamisch geprägten Reichen verbreitete. Ein Rückkehrer war Hark Olufs, der nach 12 Jahren Gefangenschaft wieder nach Amrum kam. Sein Grabstein, auf dem seine Lebensgeschichte erzählt wird, ist ein vielbesuchtes Kulturdenkmal auf Amrum.
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