Rechenzentren im All: Techfirmen schiessen Datencenter in den Weltraum
Elon Musk plant gigantische KI-Rechenzentren ausserhalb der Erdatmosphäre aufzubauen. Der Unternehmer ist überzeugt, dass sich der für die Datenzentren nötige Solarstrom im Weltall leichter gewinnen lässt, wenn die technischen Hürden erst einmal überwunden sind. Wie diese Hürden überwunden werden können, besprechen wir in der aktuellen Folge Quantensprung: Denn bereits am 2. November hat eine SpaceX-Rakete einen besonderen Satelliten in den Orbit gebracht: Starcloud-1 umkreist nun in 350 Kilometern Höhe die Erde. An Bord hat er den leistungsstärksten KI-Computerchip, der jemals ins All flog. Auf der Erde stecken Hunderttausende dieser Chips in riesigen Rechenzentren, in denen Chatbots wie Chat-GPT trainiert werden. Der eine Chip reicht, um zu zeigen: KI-Berechnungen könnten auch im Weltraum laufen. Wir fragen uns: Lassen sich so die Energieprobleme von KI lösen? Host: Lena Waltle Co-Host: Leonid Leiva Ariosa, NZZ-Wissenschaftsjournalist In dieser Folge hörst du ausserdem: - Philip Johnston, CEO von Starcloud - Michael Gschweitl forscht an der ETH Zürich an Raumfahrtsystemen und ist Technical Lead beim Startup Inkubator der ETH und ESA Du kannst Quantensprung nicht nur hören – sondern auch lesen. Im Newsletter findest du die wichtigsten Fakten aus dieser Folge auf einen Blick und zusätzlich noch weiteren Lesestoff https://abo.nzz.ch/newsletter/quantensprung/ *Wir haben im Podcast von Gigawatt pro Jahr gesprochen. Das ist nicht korrekt: Die Einheit Gigawatt bezieht sich auf die kontinuierliche Leistung, die ein Kraftwerk liefert, nicht auf die Gesamtmenge Energie, die es über einen bestimmten Zeitraum - zum Beispiel ein Jahr - produziert. Für die gesamte Energiemenge spricht man von Gigawattstunden. In diesem Fall würde eine 5-GW-Solaranlage kontinuierlich so viel Strom liefern wie 5 Kraftwerke. Die Energiemenge über ein Jahr würde man ausrechnen, indem man diese 5 Gigawatt mit der Anzahl Betriebsstunden in einem Jahr multipliziert. Wenn man für ein Jahr 8000 Betriebsstunden annimmt, würde das also 40 000 Gigawattstunden - oder 40 Terawattstunden - ergeben.
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